Liebe Besucherinnen und Besucher,
am 22. September 2024 erhielt ich von den Wählerinnen und Wählern meines Wahlkreises (südliches Oberhavel) das Mandat als Abgeordneter für den Landtag Brandenburg. Im Dezember wurde ich zudem zum Minister der Justiz und Digitalisierung des Landes Brandenburg ernannt. Vielen Dank für dieses Vertrauen!
Ich setze mich dafür ein, dass unser Bundesland auch in den nächsten Jahren in guten und sicheren Händen ist. Mit unserem Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke wird Brandenburg sich weiterhin gut entwickeln!
Auf dieser Webseite erfahren Sie mehr über mich sowie meine politische Arbeit im Wahlkreis und auf Landesebene. Über mein Wahlkreisbüro in Birkenwerder können Sie sich mit allen Anliegen, Fragen und Wünschen zu Themen aus dem Wahlkreis oder zu landespolitischen Belangen, die Sie direkt betreffen, in meiner Funktion als Landtagsabgeordneter wenden!
Ihr
Benjamin Grimm
Jugendliche entwickeln Angebote für benachteiligte Jugendliche

Über einen Beitrag in den Medien bin ich auf den Verein „Edunovo e.V.“ aufmerksam geworden. Er hat seinen Vereinssitz in Schildow und wurde – als einer von 626 Vereinen – in diesem Jahr für den Deutschen Engagementspreis nominiert.
Unter dem Motto „Von jungen Menschen für junge Menschen“ engagieren sich die über 45 Mitglieder ehrenamtlich im Bereich Bildungspolitik. Ihre Vision: eine Gesellschaft, in der Herkunft nicht über Chancen entscheidet. Um bestehende strukturelle Ungerechtigkeiten auszugleichen, geht der Verein zweigeteilt vor: Zum einen durch konkrete, kostenfreie Bildungsangebote für Jugendliche. Diese werden meist online angeboten, aber auch in Zusammenarbeit mit Schulen. Zum anderen setzt sich der Verein für eine Reform des Bildungssystems aus Sicht von Jugendlichen ein, hat sich dafür sogar ins Lobbyregister des Bundestags eintragen lassen, um den direkten Austausch mit Politikern zu suchen.
Die Vereinsarbeit wird dabei vollständig digital organisiert, die jungen Mitglieder kommen aus allen Teilen Deutschlands. Entsprechend fand mein Austausch mit den Vorstandsmitgliedern Emmelie Wetzel und Nils Bolinsky online statt.
Gut vorbereitet erläuterten mir die beiden anhand einer Präsentation ihre Ziele und Angebote. Dazu gehören das Programm „EmpowerU“ mit kostenlosen Online-Workshops, das neue Angebot „SchoolConnect“ mit verschiedenen Workshops an Schulen und ein Newsletter zu aktuellen Themen. Zielgruppe sind vor allem Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren mit sozioökonomisch benachteiligtem Hintergrund. Finanzielle Unterstützung erhält der Verein von der Bertelsmann Stiftung. Auf diese Weise partizipierten im letzten Jahr 1.010 Jugendliche von rund 60 Online-Workshops.
Ich habe meine Unterstützung zugesagt! Denn das (sehr sozialdemokratische) Ziel, strukturelle Ungerechtigkeiten beim Zugang zu Bildung abzubauen, unterstütze ich voll und ganz – es ist für mich das zentrale Motiv für mein politisches Engagement!
Vielen Dank an Emmelie und Nils für ihr ehrenamtliches Engagement, andere Jugendliche zu empowern! Ich drücke ihnen und Edunovo fest die Daumen für die Preisverleihung am 26. November in Berlin!
Zu Besuch beim SV Grün-Weiß Birkenwerder

Wie läuft es eigentlich beim SV Grün-Weiß Birkenwerder? Um dies herauszufinden, traf ich mich in den Sommerferien mit dem Vereinsvorsitzenden Björn Becke zum Austausch.
Circa 220 Mitglieder sind bei Grün-Weiß Birkenwerder aktiv. Der Großteil in der Abteilung Leichtathletik. Eine Besonderheit: hier steht der Freizeitgedanke im Vordergrund, die jungen Mitglieder trainieren allenfalls „für gute Noten“ in der Schule, weniger für externe Leistungswettkämpfe. Mit dem jährlichen Crosslauf organisiert der Verein zudem die größte sportliche Veranstaltung in Birkenwerder.
Die zweite wichtige Abteilung ist der Gesundheitssport. Eine hohe Nachfrage gibt es für das Eltern-Kind-Turnen. Allerdings stehen hier derzeit nur wenige Übungsleiterinnen und -leiter zur Verfügung.
Das Steckenpferd des SV Grün-Weiß Birkenwerder ist die Abnahme des Deutschen Sportabzeichens. In den Jahren 2022 bis 2024 nahm der Verein in der Kategorie 101 bis 500 Mitglieder die meisten Sportabzeichen im Land Brandenburg ab. Lediglich im letzten Jahr verwies der SSV Hohen Neuendorf die Birkenwerderaner auf den 2. Platz. Ich bin gespannt, ob es Grün-Weiß gelingt, sich in diesem Jahr den 1. Platz zurückzuerobern.
Zu den Wünschen des Vereins gehören mehr Hallenzeiten in der benachbarten Sporthalle. Diese gehört dem Landkreis, wird tagsüber von der Regine-Hildebrandt-Schule sowie ab dem Nachmittag von mehreren Sportvereinen und der Volkshochschule genutzt. Ob bzw. wann die in die Jahre gekommene Tartanbahn saniert werden kann, ist angesichts des aktuellen Kreishaushalts offen. Auch ein Container auf dem Gelände für mehr Lagerfläche formulierte Herr Becke als Wunsch für den Verein.
Er selbst engagiert sich seit mehr als 15 Jahren in verantwortlichen Funktionen für Grün-Weiß Birkenwerder. Zudem ist er Vorsitzender des Sportbeirats der Gemeinde. Ich habe mich sehr bei Herrn Becke dafür bedankt, dass er sich die Zeit genommen hat, mir einen Einblick in die Arbeit des Vereins zu gewähren – und natürlich meine Unterstützung angeboten!
Kooperation zwischen Brandenburg und Berlin

Auszubildende in Brandenburg und Berlin können sich erneut über ein ermäßigtes Deutschlandticket freuen. Rechtzeitig zum Beginn des neuen Ausbildungsjahres steht für sie ab dem 1. August das Abo-Modell „Deutschlandticket Zuschuss Ausbildung“ zur Verfügung.
Das Ticket gilt für Auszubildende in vollschulischer Ausbildung und in Freiwilligendiensten (FSJ, FÖJ, Bundesfreiwilligendienst). Eine vergleichbare Förderung war im Oktober 2024 ausgelaufen. Damals hatten 12.000 Azubis, die ohne festen Arbeitgeber waren, das Ticket genutzt. Nun haben wir gemeinsam mit dem Land Berlin und dem Verkehrsverbund (VBB) die Unterstützung neu aufgelegt.
Statt 63 Euro zahlen Nutzer des Abos nur 37,80 Euro im Monat. 40 Prozent der Kosten bezuschussen die Länder Brandenburg und Berlin.
Gerade im Flächenland Brandenburg sind viele junge Menschen täglich auf Bus und Bahn angewiesen. Gleichzeitig steigen Lebenshaltungskosten, Mieten und Fahrtkosten. Mit dem vergünstigten Ticket können junge Menschen nicht nur ihren Ausbildungsort erreichen, sondern auch in ihrer Freizeit flexibel und klimafreundlich unterwegs sein – in Brandenburg, Berlin und bundesweit. Das stärkt die Attraktivität von Ausbildung und Freiwilligendiensten und entlastet zugleich die Auszubildenden und ihre Familien finanziell.
Für mich ist klar: Gute Bildung und berufliche Perspektiven dürfen nicht am Wohnort oder an den Fahrtkosten scheitern. Deshalb investieren wir als Land bewusst in junge Menschen. Das ist nicht nur sozial gerecht, sondern auch eine Investition in die Zukunft Brandenburgs. Denn wir brauchen gut ausgebildete Fachkräfte und starke Regionen.
Für Auszubildende in dualer Ausbildung oder mit festem Arbeitgeber gibt es übrigens die Möglichkeit für Arbeitgeber-Zuschüsse und Jobticket-Modelle.
Mehr Infos zum „Deutschlandticket Zuschuss Ausbildung“: https://www.bvg.de/de/abos-und-tickets/deutschlandticket-zuschuss-ausbildung
Bürgersprechstunde auf dem Dorfplatz Schildow

Meine letzte Bürgersprechstunde vor den Sommerferien führte mich auf den Dorfplatz in Schildow. Hier kam ich mit interessierten Einwohnern zu den Themen ÖPNV, Heidekrautbahn sowie zur Initiative „Smarter Start ab 14“ ins Gespräch.
Ein größeres Thema war der Öffentliche Personennahverkehr: Ob man die Ticketpreise, wie auf Berliner Seite, nicht auch an den Aushängen brandenburgischer Bushaltestellen veröffentlichen könne, war eine Anregung. Die Streichung des BC-Tickets im VBB-Tarifgebiet zum Jahresbeginn wurde sehr bedauert. Auch dass die Buslinie 806 nicht mehr direkt nach Frohnau fährt, wie es temporär im Wechsel mit dem Glienicker Kiezbus eine Zeitlang praktiziert wurde. Warum das Land Brandenburg keine Zuschüsse für ein Senioren-Deutschlandticket zahlt, erklärte ich mit der ausgedünnten Infrastruktur im ländlichen Raum und Mehrkosten von 100 Millionen Euro für das Land.
Hinsichtlich der Proteste gegen die Heidekrautbahn durch vor allem direkte Anlieger äußerten meine Gesprächspartner Unverständnis: wer an eine Schiene zieht, sollte wissen, worauf er sich einlasse. Die fehlende Rücksichtnahme einiger „Kampfradler mit E-Lastenrädern“ sowie die Knallerei durch Jugendliche im Ortsgebiet sollten stärker von der Polizei kontrolliert werden.
Unterstützenswert finde ich die Initiative „Smarter Start ab 14“, die mir einige Elternvertreterinnen der Schildower Europaschule am Fließ vorstellten. Die Initiative zielt darauf, Kindern möglichst erst ab 14 Jahren ein eigenes Smartphone zu geben, um sie vor den Risiken ungefilterten Medienkonsums zu schützen – sowie Eltern entsprechend zu beraten und zu unterstützen. In Schildow beteiligen sich bereits 50 Familien an der Initiative, die auch an anderen Grundschulen im Umkreis immer mehr Befürworter findet.
Fazit: Ich konnte erneut gute Einblicke in die Themen erhalten, die die Menschen vor Ort in meinem Wahlkreis beschäftigen. Dieser direkte Austausch ist mir sehr wichtig, weil Politik nur dann gute Entscheidungen trifft, wenn sie nah an den Menschen bleibt und um deren tägliche Sorgen und Anliegen weiß.